Riss entfernt worden an dem Hauptknie wegen Schlaganfall rechts

Endlich ein Ende: Nach 37. Woche (Anfang März bis 27.12.17) ist der Innenmeniskushinterhornriss im linken Knie operiert worden und entfernt (rechts der Schlaganfall). Mit Innenmeniskus-Vorderhornläsion (durch den aktuellen Sturz), alter vorderer Kreuzbandriss, Knorpelschaden, Gelenkinnenhautentzündung.

Dr Horstmeyer, Rheumatologin und Orthopädin,  sie hat gesagt nach MRT (Magnetresonanztomographie) und Spritzen einen halben Jahr kommst du wieder – oder früher, wenn was ist. Gemacht und getan: 6 Wochen ohne laufen, das tut sehr, sehr weh, ich bin dann ab zu Jürgen, in Winsen/Luhe nach den 6wöchigen Trip zu Hause. Er hat Haus und wilden Garten, ganz nah (jeden Schritt aua) und auch zu sehen wie das heilte – sehr langwierig, es dauerte, aber schön zu sehen, wie das abklang.

Aber noch ist das nicht gut: deswegen hin zu Dr Weber (Dr Horstmeyer ist berented), Knie-Spezialist und Chirurg, Orthopäde in Hummelsbüttel und Mundsburg.

Er hat gesehen wie das rechte Knie mit Schlaganfall und das linke Knie mit Innenmeniskushinterhornriss war. Deswegen länger braucht als einen Tag OP, nämlich bei Dr. Stepp, Chirurg an der Alsterdorfer Klinik,

Und so lang wie möglich von dem 2. Weihnachtsfeiertag bis hin zum 9 Tagen hinterher in der Klinik.

Aber gelohnt hat es sich, freier das linke Knie, beweglicher, dann hin zu dem Hanse-Training mit Funktionsstemme. So dass es ordentlich stark von den Beinen ist. Und Wackelbrett und Sprossenwand und Stepper.


Mit Tobias Emminger, der Physiotherapeut des Hansetherapie, ich werde mit Dreirad mit dem Physiotherapeuten fahren, um zu trainieren und  zur Stabilität. Das bringt mir Laune, und toll dass es das gibt. Bin angenehm überrascht.

Und lernen zu laufen, vor und nach dem Gerätetraining mit Hannes Schröder (enorm dass das ausmacht vor und nach dem Training mit dem Hirn), auch von der Hansetherapie in Barmbek.

Neu von fast 8 Jahren mit Schlaganfall und Sprac

Langsam sprechen und mit Zeit, Aphasiker brauchen lange Zeit.

hstörung (Aphasie). Neue Wege um aufzuarbeiten, was gewesen ist.

Ich freue mich schon auf den Hubbelweg im Sommer (endlich OP gehabt) mit Jürgen und meiner kleinen Hütte, 50 Meter ganz nah an der Elbe.

Mit rechts: Essen mit der Gabel und schneiden mit dem Messer

Meine Damen und Herren, einfach weg, ist das Schreiben. Mit Anna, die Logopädin und mir.

Morgen zwittere ich los: auf die Malediven, äh, quatsch, zum Zahnarzt nach Wesselburen, nach Warwisch, kleine Hütte, und nach Winsen, und dann mit dem Dreirad.

Bin gespannt, was ihr sagt:

Und dann war noch das:

Tschüss, meine Süßen! Auf zwei Wochen :) Erholen, Relaxen, mit Sand kneten in Warwisch, mit Fuss auf dem Sand machen (bei der Elbe), Spiegel machen, Aufgaben lösen, auf den Markt fahren auf dem Dreirad, einfach ausspannen.

Tschüüüüüüüüüß!

Birte

PS: Aphasie-Kongress. Nächstes Jahr. Dann gespannt sein, weil, viele Leute, auch ich, machen das. Packen wir es an!

Windhose in Warwisch

Sonntag, den 24. 6., um 14.15 Uhr ist eine Windhose, über unseren Platz gefegt: Es dauerte nur 2 Minuten. Dann war es ganz still. Die Windhose hat Bäume entwurzelt, und eine Hütte völlig zerstört. Gott sei Dank hat er es nicht den Nachbarn in der Hütte erwischt!

Das war nur 30 Meter von meiner Hütte entfernt! Wie man an dem Foto unten sieht, habe ich Äste und Bäumstämme rund um meine Hütte liegen. Ein Glück das die Hütte heil geblieben ist, noch nicht einmal der Sonnenschirm hat was abgekriegt.

Am Samstag treffen wir uns alle zum gemeinsamen Aufräumen.

Auf dem Platz neben dem AWV09 hat die Windhose noch schlimmere Schäden angerichtet. 

Es wurde hierüber berichtet: unter anderem in der Mopo und NDR-Video:

http://www.mopo.de/polizei/in-nur-zwei-minuten-tornado-tobt-durch-bergedorf-,7730198,16466104.html

http://www.nonstopnews.de/meldung/15407

http://www.ndr.de/regional/hamburg/bergedorf177.html

Auf jeden Fall hat mir das einen Schrecken eingejagt – anders als vorher. Ich bin jetzt irgendwie ängstlicher als vor dem Schlaganfall. Ich denk: Viele, viele Schubladen, in denen alles noch nicht rein ist…. und deswegen Angst! (Also später nicht…) Auch anderes: Vor Jahren hab ich keine Angst gekriegt, als ein Blitz in meine Hütte eingeschlagen ist. Ich war zu dem Zeitpunkt bei IKEA und kam zurück und es war Stromausfall, der Kühlschrank und wenige Gläser und Flaschen waren kaputt, und auch die Sicherungen mit dem Sicherungskasten waren explodiert. Es mussten ein Mann von der Versicherung und ein Elektriker zweimal  kommen.

Damals hatte ich nicht so Schiss :) Morgen schlafe ich wieder zusammen mit Jürgen in der Hütte…

Birte Oldenburg und Anna Craston, die Logopädin

Alle Bilder Birte Oldenburg

Usedom-Fahrt: Junge Truppe bei Schlaganfall

Eine Kutschfahrt in Polen, eine Rakete aus dem zweiten Weltkrieg in Peenemünde und die wunderschöne, zum Teil stürmische Ostseeküste… die „Schlaganfall-Selbsthilfegruppe für jüngere Betroffene“  besteht jetzt seit zehn Jahren und hat vier Tage auf Usedom verbracht!

UsedomVon Donnerstag den 6. Oktober bis zum Sonntag den 9. Oktober fuhren neun Menschen zwischen cirka 25 und 45 Jahren, die einen Schlaganfall hatten, zusammen nach Usedom.

Los ging es um 9 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof mit dem Zug für 10 Euro in das Ostseebad Koserow. Das ist 400 Meter zum Strand. Im Best Western Hotel „Hanse-Kogge“ mitten in Koserow waren wir bestens untergebracht: luxuriös, behindertengerecht und zum sondergünstigen Preis.

Am Donnerstag regnete es, also trauten sich nur vier Hartgesottene an den Ostseestrand und essen dort Birnen, die anderen blieben gemütlich im Hotel und quatschen. Am Abend gab es dann ein spektakuläres Candle-Light-Dinner mit Asia-Food für die Vegetarier.

Conny Knack, FotoredakteurinAm Freitag liefen wir zu Fuß zum Bahnhof und fuhren mit der Usedomer Bäderbahn (UBB) nach Swinemünde in polen. Wir liefen in zwei Tagen 20 km! Dort fuhren alle außer Arne (er leidet an einer Pferdeallergie) eine halbe Stunde mit zwei Kutschen und genossen die schöne Landschaft, die alten Häuser und die Promenade. Die beiden Kutscher halfen nicht nur beim schwierigen Ein- und Ausstieg, sie haben uns auch ein tolles Angebot gemacht und so sind wir für 15 Euro statt 20 Euro gefahren. Wir bemerkten nur an den Straßenschildern, dass wir in Polen waren, eine Grenze war nicht zu sehen.

Anschließend führen wir in das Seebad Heringsdorf und machten bei ruhigen Wetter eine Wanderung auf die Seebrücke. Während die anderen auf der Seebrücke liefen, habe ich am Strand hellen Sand, Steine und Seegras gesammelt. Wir tranken noch gemütlich einen Kaffee und fuhren dann zurück nach Koserow. Am Abend haben wir in „Don Diegos“ Restaurant und Tapas Bar lecker gegessen – sehr gut. Am Abend waren wir noch bis spät in die Nacht in Koserow zum Kegeln.

Am Samstag fuhren wir nach Peenemünde und fünf von uns besichtigten das dort ansässige historisch-technische Informationszentrum. Sie waren besonders beeindruckt von der erste Grossrakete, die in den Weltraum vorstossen konnte, der V2, konstruiert von Wernher von Braun. Von Braun war von 1937 bis 1945 technischer Direktor der Heeresversuchsanstalt Peenemünde und wurde nach dem Krieg technischer Berater des US-Amerikanischen Raketenprogramms. Sein größter Erfolg war die bemannte Mondlandung 1969.

Währenddessen habe ich mich mit einer weiteren Mitreisenden im Hafengebiet furchtbar verlaufen. Wir wollten uns ein U-Boot an der Promenade anschauen, das lag aber auf der anderen Seite der Mole… später fuhren wir weiter nach Zinnowitz, dort war es sehr stürmisch. Nur sieben von uns trauten sich daher auf die Seebrücke. und auch die tolle Tauchgondel, mit der man unter die Wasseroberfläche abtauchen kann und doch trocken bleibt, war wegen des Wetters leider nicht in Betrieb. Dann waren wir zum Abschluss etwas trinken.

Nach dem Frühstück ging es am Sonntag mit der Bahn zurück nach Hamburg. Die Rückfahrt war sehr beschwerlich, da wir mit unserem Gepäck vier mal umsteigen mussten. Am Abend bin ich erschöpft und mit Muskelkater aber glücklich in mein Bett gefallen.

Unsere Selbsthilfe-Gruppe freut sich immer über neue Mitglieder unter 45 Jahren. Wir treffen uns alle 14 Tage Mittwochs von 16-18 Uhr im Kiss Wandsbek

Birte Oldenburg, Redakteurin. Nach meinem Schlaganfall am 3.3.2010 mit Stent in der Halsbeuge. Die Sprache war ganz weg. Der rechte Arm und das rechte Bein gelähmt. Langsam Stück für Stück, kommt die Sprache und der Arm wieder (ich möchte Mozart, Bach, Beethoven Klavier spielen, so, wie immer….. ). Doch der Weg ist lang und ungewiss… ich kann inzwischen überall zu Fuß hinlaufen! Ich habe diesen Text mit Hilfe meiner Logopädin Anna Craston geschrieben – in 4 1/2 Stunden – lach… :)
Foto (oben) von Birte Oldenburg, zwei Fotos von Conny Knaack, Fotoredakteurin