Neuer Test kommt: Aachener Aphasie-Test ist jetzt leicht

Nach gewissen Abständen wiederholen wir bei der Logopädie eine Diagnostik zur genaueren Bestimmung meiner Aphasie. Für mich ist es wichtig, die Ergebnisse schwarz auf weiss zu sehen und Fortschritte, so wie sie sind, sichtbar zu machen – für andere auch :)

Bei der letzten Untersuchung, im Dezember 2015, hat sich gezeigt, dass der Aachener Aphasie-Test (AAT) nicht mehr aussagekräftig genug – für die Bestimmung meiner sprachlichen Fähigkeiten ist.

Laut Auswertung habe ich keine grossen sprachlichen Schwierigkeiten, also keine Aphasie :) Cool, ich bin schlauer als der Test :)

Es ist wohl so, dass wir nun mit einem speziellen Test meine einzelnen sprachlichen Leistungen bewerten lassen. Mal ausprobieren. Noch ist die Diagnostik nicht da.

Ein Beispiel aus dem Aphasie-Test: das ist das einzige womit die Schriftsprache (Bild unten) bewertet wird: ein paar Wörter und ein paar Sätze schreiben. Das ist für mich (Gott sei dank) leicht.

Aber das Verfassen von Posts und eigenen Texten gelingt mir noch nicht, wie ich es möchte. Social media ist mein Ding, da möchte ich hin.

Ich bin gespannt was meine Logopadin da rauskramt. Wir arbeiten länger zusammen. Es ist ganz toll, mit Maren zusammen zu arbeiten.

600 Stunden bei der Logopädie

Immer noch nicht fertig! Ich fasse es nicht. 600 Stunden und Zahlen, die ich malnehme, kann ich nicht mehr so gut! Aufgabe für die nächsten Stunden oder…..

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Aber was ich kann: nicht mehr A, B, C, D,.. sagen sondern Wortabruf; „u“ nach „t“ und zum Beispiel „h“ nach „g“, cool, oder? Klar, beim nächsten Mal bestimmt nicht, aber der Schritt ist da, fast nach 600 Stunden. Das nervt mich nämlich!

Danach Pause machen, verschnaufen, ganz anderes Thema, zur Verarbeitung.

Wütend – dann geht das mit dem Schreiben

Ich möchte bitte selbst meinen Blog schreiben. Es macht mich immer wieder wütend, das ich nicht so schreiben kann wie damals, als ich noch keinen Schlaganfall hatte. Aber wenn ich nicht wütend bin, und kompliziertere Sätze bilden soll, dann klappt das noch nicht. Deswegen gehe ich hin zu der Logopädin.

Jedes Mal sie fragt, ob ich einen Milchkaffee möchte? Ja, bitte :) Dann bin ich mutiger, schlürf…

Bei der Umsetzung in Telefonaten, zeigte ich mich souverän, in manchen Fällen (zu Hause), gelingt mir manchmal gar nichts.

Wenn ich abschweife, dann weiss ich nicht mehr, was ich vor zwei Minuten sagen wollte. Dann, auf einmal, fällt mir das dann ein! Immer häufiger, sagt die Logopädin.

Und dann die naheliegenden Assoziationen. Diese Übungen wo drei Begriffe stehen (Bild 1): Das fehlt mir auch sehr, daran üben wir unter anderem. Und Geschichten zu schreiben. Eine Geschichte mit komplexeren Gedanken findet ihr hier (Bild 2):

Den Logopädischen Zwischenbericht findet ihr ganz unten (Bild 3).

Kurze Phrasen werden immer sicherer

Eine verbesserte Leistung im schnellen Wortabruf, eine kurze Phrase, noch nicht lange Phrasen, wird ebenfalls sicherer.

Umständlich gedacht – immer :) Weiss nicht weiter… Aber die Dame hilft, die Äusserung konkret und knapp zu formulieren. Und dann irgenwann sitzt es…

Im Februar geht die Logotherapie weiter, im Januar vereinzelt, da die Saeboflex, die rechte Hand zu greifen, sehr schlaucht. Neues Gerät, aber im Februar nur 1 mal im Monat UKE, sonst selber, das passt!

500. Stunden von Logopädie

Erstmal andersrum lesen – das auf einmal geht nach 4 1/2 Jahren. superklasse! Maren sagt wow! Jetzt mit der Logopädin weitermachen, andersrum den Text lesen: „Angst macht Flügel“ und so weiter, bis zum Ende. „Erstmal verarbeiten, das reicht“. Hmm. Ok, wenn du das sagst :)

Dann Maren kommt zu mir 500. Stunde und bringt ein Apfelkuchen mit, selbstgebacken. Toll! Wow! Herzlichen Dank!

Dann sieht sie meine Wohnung. „Klasse“, sagt sie (bitte nicht nach unten gucken, gewischt hab ich noch nicht :)

Das Finden der richtigen Worte fällt mir immer noch schwer. Aber immer besser werde ich: „Frau Oldenburg zeigt in vielen sprachlichen Bereichen gute Fortschritte.“ Das merke ich auch. Und Jürgen sagt auch: „ganz toll“ auch in Facebook, Super-Fortschritte.

„Kaffee ist fertig, Logopädie heute bei mir, weil es ist die 500. Stunde ist. Üben, üben, üben, bis alles ist gut. Bitte!“ sagte ich am 18. November.

Und was sagt das: Immer mehr kommt es. Nach 4 1/2 Jahren! Immer noch! Bitte noch mehr, vielleicht nochmal 500 Stunden? Prost!

PS: Das wollte ich gar nicht – noch nicht, das das veröffentlich wird :( Sorry Menschen! Jetzt aber :)

 

Packen wir es an!

In die freie Kommunikation will ich es schaffen. Tja, bitte möglichst frei sprechen. Nach 476 Logopädische Stunden muss doch das möglich sein? Leichte Verbesserungen sagt die Maren. Noch nicht perfekt. Unerhört :)

Aber so weit bin ich: Bestellungen, Reklamationen und Behördengänge, das merke ich auch, sind besser geworden. „Sprachlich vorbereitet und im Anschluss reflektiert“ sagt Maren.

Und wirklich wahr: in emotionalen und stressigen Momenten nix rauszukriegen. Maren sagt: „noch häufig NOCH sehr unsicher wird“

Packen wir es an!

PS: allein gelesen, allein geschrieben, allein in der Blog eingestellt. Mal sehen, was Maren dazu sagt am Donnerstag :)

Lernen und üben in der Praxis und ausserhalb

„Birte Oldenburg ist hoch motiviert, ihre sprachlichen Schwierigkeiten zu verbessern. So dass sie innerhalb einer Woche mehrere Übungsblätter bearbeitet“ sagt Maren , Logopädin in der Praxis. Und so weiter: lest es :-)

Ich denke, das ich einen zweiten Korb für die logopädische Praxis in 4 1/2 Jahren brauche :-)

Das war der erste Logo-Bericht aus der Klinik Jesteburg

Das war der erste Bericht Logopädie in Jesteburg vor 4 Jahren. Da war ich groggy müde nach dem Schlaganfall. Der Schlaganfall war 3.3.2010.

Dann der zweite Bericht ist nach dem 10.8.2010, das Datum wo ich zu Hause war. Zwei Jahre hab ich nicht geschrieben, weil ich wirklich nicht verstanden wurde, weil es Kauderwelsch war :) Üben, Üben, Üben.

Stück für Stück lernen, begreifen, aushalten, weinen tierisch viel. Aber was machen, ich möchte ja „gesund“ werden… wenigstens auf dem Weg dahin!

Zwei Jahre später kam das mit Logopädin Anna und Logopädin Maren zusammen mit mir einen Blog schreiben.

Wieder zwei Jahre weiter, also jetzt, ich muss ganz alleine schreiben, zusammen mit Maren – also nachdem ich schreibe, dann Maren  gucken, zu recht rücken, dann ich wieder schreiben, usw

Heute war ich ganz alleine schreiben. Mal sehen was die Maren dazu sagt!

Nach dem Urlaub. Nicht vorher, also liebe Leute, wenn was falsch ist, dann Maren anrufen :) Nein, mich anrufen, daraus lerne ich ja :)

Das ist der Korb mit allen Logo-Zetteln mit den Aufgaben, zu hause, und in der Logopädiestunde. Bis 4 Jahre Therapie. Und wann das Ende? Keine Ahnung. Aber vielleicht 2 Jahre noch?

 

 

 

 

Der Totentest :)

„Der Totentest“ sagt Maren Veit, die Logotherapeutin. „Was?“ sag ich, „versteh ich nicht!“ „Der TokenTest! Der zeigt an, ob eine Aphasie vorliegt – oder nicht.“

In vielen sprachlichen Bereichen hab ich mich verbessert. Was weiterhin sehr schwierig ist, ist das Formulieren und das freie Sprechen. Ich weiss was ich sagen möchte, kann es aber in Sprache nur sehr schwer ausdrücken.

Ich brauche länger um richtige Worte zu finden. Ich verzettele mich dann manchmal, um meine Gedanken sind dann einfach weg. Deshalb geh ich weiter zur Therapie :)

Ich bin zuversichtlich und freue über jeden kleinen und grossen Erfolg! Chaka!